Unser Leitbild

Das von der Lebenshilfe Rodenkirchen vertretene Leitbild lautet

Leben so selbständig wie möglich –
so viel Hilfe wie nötig”
.

Es leitet sich ab von der Aussage der Lebenshilfe "Es ist normal, verschieden zu sein". Ziel unseres Leitbildes soll es sein, dass jeder Mensch mit einer geistigen Behinderung ein eigenständiges Leben führen kann. Hierzu erhält er von uns alle notwendigen Hilfen, die er braucht und wünscht.


Unser Leitbild……

…beinhaltet Inklusion im Lebensalltag,…
Inklusion bedeutet mehr als Teilhabe. Unter dem Begriff versteht man den vollständigen Einschluss eines Jeden in die Gesellschaft, egal welche Eigenschaften oder Eigenarten er hat. Jeder hat die gleichen unveräußerlichen Rechte und ein Anrecht darauf, dass Benachteiligungen vermieden werden. Hierzu hat die Erklärung von Barcelona 1995 einen wichtigen Schritt getan, bei dem die Beteiligten (u.a. auch die Stadt Köln) sich zur Einhaltung gemeinsame Regeln und Standards zur Schaffung gleichberechtigter Lebens- und Entfaltungsmöglichkeiten für behinderte Menschen verpflichteten.
Im November 2008 hat der Deutsche Bundestag die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung ratifiziert, d.h. die Bundesrepublik verpflichtet sich, diese UN - Konvention umzusetzen. Damit sollen Menschen mit Behinderung alle Möglichkeiten zustehen, die auch für alle anderen Menschen in Deutschland gelten. Damit ist ein wichtiger Schritt zur Inklusion getan.
Ziel unserer Bemühungen ist es, weiter dafür zu arbeiten, dass es immer weniger Benachteiligungen für Menschen mit geistiger Behinderung im alltäglichen Leben gibt. Unsere Mitarbeiter tragen dafür Sorge, dass die Rechte und Möglichkeiten eines jeden Menschen mit geistiger Behinderung für sein persönliches Wohlergehen ausgenutzt werden.

Gleiches Recht für alle.

 

…sowie Achtsamkeit für den Einzelnen,…
Ein Mensch, der alleine ist, sich vielleicht nicht auskennt, sich vielleicht nicht gut ausdrücken kann, ist oft einsam. Einsamkeit führt dazu, dass man krank werden kann. Einsamkeit führt aber auch dazu, dass man verzweifelt Freunde sucht. Es kann sein, dass man bei dieser Suche auf Menschen trifft, die Übles tun wollen. Dann wird aus Einsamkeit auf einmal Hilflosigkeit.
Die Lebenshilfe Rodenkirchen strebt nach dem Grundsatz der Achtsamkeit. Unsere Mitarbeiter verpflichten sich, dafür Sorge zu tragen, dass ein Mensch mit Behinderung sich nicht ohne Unterstützung in einer Umgebung zu Recht finden muss, wo er oftmals – aus welchen Gründen auch immer – an seine Grenzen gestoßen wird. Achtsamkeit ist nicht Fürsorge. Aber Achtsamkeit ist ein für uns geltendes ethisches Prinzip, mit dem wir uns vornehmen, dort zu schützen, wo der einzelne Mensch mit Behinderung dies selbst nicht vermag. Assistenz, anleitende Hilfen und der Gebrauch der nötigen Rechtmittel, dienen dazu, Wohlergehen und Würde des Menschen mit Behinderung zu wahren.

Niemand wird alleine gelassen.

 

...legt Wert auf Heim und Wohnung,
Der Begriff Heim leitet sich u. a. von den Wörtern Heimat und daheim ab. Früher hatte dieses Wort einen negativen Klang, weil man meinst glaubte, dass Menschen, die keine Familie haben, dort leben mussten. Deshalb benutzt man heute meist den Begriff Wohnstätte oder Wohnhaus.
Wir von der Lebenshilfe Rodenkirchen glauben aber nicht, dass der Begriff Heim wirklich schlecht ist. Fast alle Menschen, die in unseren Häusern leben, sehen diese als ihr persönliches Heim und fühlen sich dort zu Hause, oder beheimatet. Viele haben hier Freunde und Partner gefunden, bilden Cliquen und sind in die Umliegende Gemeinde eingebunden, sei es durch Kirche, Kultur und Karneval, oder einfach durch das Leben im Stadtviertel.
Wer nicht in einem Heim leben möchte, der kann dies auch in einer eigenen Wohnung tun. Unsere Mitarbeiter können ihn oder sie auch dort betreuen. Jeder Mensch mit Behinderung muss selbst herausfinden, wo er leben möchte und wir helfen ihm dabei.

Jedem sein eigenes Heim.

 

…und Leben und Sterben in Würde.
Niemand soll am Ende seines Lebens alleine, ohne Freunde und Angehörige sein. Ein gelebtes Leben schließt ein würdevolles Sterben mit ein. Dies kann nur geschehen, wenn der oder die Betreffende die Möglichkeit hat, in vertrauter Umgebung, mit vertrauten Menschen um sich herum. Gerade bei Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen macht sich oftmals die Sorge breit, zum Ende des Lebens hin alleine zu sein und niemanden zu haben, der hilft, in Frieden Abschied zu nehmen. Aufgabe unserer Mitarbeiter ist es, den Menschen mit Behinderungen, die in unseren Einrichtungen leben, gerade in der späten Lebensphase intensiv zur Seite zu stehen, zu helfen, Ängste zu mindern und in letzter Notwendigkeit auch zu versuchen, fehlende Angehörige zu ersetzten.

Am Ende unter Freunden

 

Warum Mitglied bei uns werden?

Die Lebenshilfe Rodenkirchen ist eine Elternvereinigung, gegründet zum Wohle und zur Unterstützung von Menschen mit geistiger Behinderung.

Die Anstrengungen der letzten Jahrzehnte sind auf fruchtbaren Boden gefallen und Menschen mit Behinderung sind im Zentrum unserer Gesellschaft angekommen. Dies alles war nur möglich durch das Engagement der Mitglieder der Lebenshilfe.

Durch Ihre Mitgliedschaft in der Lebenshilfe Rodenkirchen e.V. demonstrieren Sie zum einen den Wert unserer Arbeit. Zum anderen haben Sie die Möglichkeit, selbst aktiv für die Belange von Menschen mit Behinderung einzutreten. Denn das bisher Erreichte muss sorgsam gewahrt werden und es gibt immer noch viele Defizite, die beseitigt werden müssen. Darüber hinaus profitieren Sie von der guten Vernetzung der Lebenshilfen in Deutschland und haben die Möglichkeiten, auf die Beratungs-, Freizeit-, und Fortbildungsangebote der Lebenshilfen zugreifen zu können.

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Werden Sie Mitglied in der Lebenshilfe Rodenkirchen e.V.!

Ihr Mitgliedsbeitrag und ggfs. darüber hinausgehende Spenden zu unseren Gunsten können für Sie steuermindernd sein, das wir gemeinnützig im Sinne des §52 der Abgabenordnung sind.